Guter Schlaf ist wichtig für die gesunde Entwicklung von Kindern jeden Lebensalters. Schlafprobleme sind häufig, lassen sich aber gut diagnostizieren und behandeln. In unserem Kinder-Schlaflabor untersuchen wir unter anderem Kinder mit Schlafstörungen, Atmungsaussetzern beim Schlafen und sonstigen Fragestellungen, die mit einem gestörten Schlaf in Verbindung stehen können. Wenn Sie als Eltern besorgt sind, ob Ihr Kind, zum Beispiel an einer behandlungsbedürftigen Schlafstörung leidet oder ob die von Ihnen beobachteten Anzeichen wirklich Atemaussetzer sind, sollten Sie Ihr Kind zuerst Ihrem Kinderarzt vorstellen. Dieser kann erste Fragen klären und überweist Sie dann mit Ihrem Kind – bei Bedarf – an unser Kinder-Schlaflabor.

So erreichen Sie uns

Kontaktinformationen

Schlaflabor

Leitung: Prof. Dr. med. Thomas Erler
Sofiia Pryshchepa (Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin)
Dr. (Ukr) Dariia Kostiukova (wissenschatliche Mitarbeiterin)

0331 241-35747

Charlottenstraße 72, 14467 Potsdam

Haus V, Ebene 4 (an der Gutenbergstraße)


Lageplan

Schlafmedizinische Sprechstunde (Schlafambulanz)

Termine nach Vereinbarung

0331 241-35902

Haus F, Ebene 1

Bei heimbeatmeten Pateint*innen bzw. bei Fragestellung zu dieser Indikation erfolgt die stationäre Aufnahme im Schlaflaborzimmer der Intensivstation.

Video

Im Schlaflabor
Video: Im Schlaflabor der Kinder- und Jugendklinik
Im Schlaflabor
Ansehen auf

Im Schlaflabor unserer Kinder- und Jugendklinik untersuchen wir jeden Tag Kinder, die Probleme mit dem Schlafen haben. Wie das funktioniert, zeigt unser Film.

Schlaflaboruntersuchungen und Schlafambulanz

Vorstellungsgründe

  • Schlafbezogene Atmungsstörungen wie Atempausen oder Schnarchen, Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom OSAS, bläuliche Verfärbung rund um den Mund bedingt durch Sauerstoffmangel (Zyanose)
  • Abklärung von nicht-erholsamem Schlaf und Tagesmüdigkeit
  • Diagnostik schlafbezogener Bewegungsstörungen (z.B. unruhigen Beinen)
  • Diagnostik bei vermehrtem Schlafbedarf
  • Versorgung und Überprüfung von invasiver und nicht-invasiver Heimbeatmung
  • Nachsorge von Kindern mit Heimmonitorüberwachung
  • Schlafbezogene Atmungsstörungen bei Kindern mit vorbestehenden chronischen Erkrankungen wie Pierre-Robin-Sequenz, Down-Syndrom und Muskelerkrankungen
  • Schlaflaboruntersuchung von Frühgeborenen (Geburtsgewicht weniger als 1.500g) nach deren Entlassung
  • Präventionsprojekt SIDS, Plötzlicher Kindstod: Rückmeldungen nach Risikofragebogen – Abklärung von offenen Fragen

Schlafen kann man lernen

Schlafhygiene

Nachfolgende geben wir Ihnen einige Ratschläge für eine gute Schlafhygieren, die Ihrem Kind das Ein- und Durchschlafen erleichtern kann.

  • Regelmäßige Einschlaf- und Aufstehzeiten praktizieren. Schlafrituale wie Liedsingen, beruhigende Musik hören, Geschichte erzählen o.ä. fördern diese Regelmäßigkeit.
  • Das Kind wird erst dann zum Schlafen gelegt, wenn es müde ist.
  • Zubettgehen sollte Spaß machen und keine Strafe darstellen.
  • Das Bett ist zum Schlafen gedacht. Im Bett sollten die Kinder weder lesen noch spielen, fernsehen oder gar herumtoben.
  • Zwischen Abendmahlzeit und Zubettgehen sollte genügend Zeit sein, leichte Kost kann schlaffördernd wirken.
  • Koffeinhaltige Getränke sind für Kinder generell zu vermeiden.
  • Sport oder aufregende Aktivitäten wie Fernsehen, Computerspiele, spannende Lektüre o.ä. vor dem Schlafengehen behindern einen erholsamen Schlaf.
  • Störende Lichtquellen, Lärmgeräusche und extreme Temperaturen im Schlafzimmer des Kindes sollten beseitigt oder reduziert werden, kurz: Das Ambiente muss stimmen.
  • Möglicherweise schläft ihr Kind deshalb nachts schlecht, weil der Mittagsschlaf nicht mehr nötig ist (Schlafbedarfsermittlung).
  • Nachts werden viele Informationen des Tages verarbeitet – träumen ist normal. Ein Kind ist ausgeschlafen, wenn es rasch wach wird und sich tagsüber aktiv beschäftigt