2015: Spendenaktion für die Kleinsten

Spendenaktion "Die Region hilft helfen" im Advent 2015

Im Advent 2015 riefen das Klinikum Westbrandenburg zusammen mit dem BB RADIO und den beiden Zeitungen BlickPunkt und PreußenSpiegel die Spendenaktion "Die Region hilft helfen" ins Leben.  Als prominente Unterstützer waren Enie van de Meiklokjes, Eckart von Hirschhausen, Christian Ulmen und Alexander Knappe mit an Bord.

 

 

Mit den gesammelten Spenden konnte ein Polygraphiegerät für das Klinikum Westbrandenburg erworben werden. Bis zum November 2016 kam dies schon über 100mal zum Einsatz. Also ein voller Erfolg!

Ein Polygraphiegerät ermöglicht eine sehr schonende Diagnostik und kann dadurch Blutentnahmen oder Röntgenuntersuchungen zum Teil überflüssig machen. Gerade in der Diagnostik der kleinsten Patienten - der Frühchen - ist das von großer Bedeutung!

„Wir sind Zuhause in unserer Region und helfen wenn es gilt, etwas ganz Konkretes zu unterstützen, das die mediale Öffentlichkeit sonst nicht erreichen würde. Mit unserer ,Allianz der Unterstützer‘ von BB RADIO, BlickPunkt und PreußenSpiegel haben wir dem riesigem Engagement der Ärzte und Schwestern sowie dem Hoffen und Bangen der Eltern ,Gesicht‘ und ,Stimmen‘ gegeben und damit Hörer sowie Leser mobilisiert, für ein sehr wichtiges Projekt zu spenden“, so Jens Herrmann, Chefredakteur BB RADIO-Lokalwellen, zur Spendenaktion.

 

Über 70 Einzelspender haben dazu beigetragen, dass die „Die Region hilft helfen“ ein Erfolg geworden ist. „Im Namen der Frühchen und aller Kinder, die wir hier in Potsdam behandeln, bedanken wir uns bei Ihnen ganz herzlich! Gerade auch die vielen kleinen Spenden zeigen uns, dass wir mit unserer Arbeit die Menschen hier in Pots-dam und Umgebung erreichen“, erklärt Prof. Erler, der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Potsdam.

 

Schauspieler Christian Ulmen fügt noch hinzu: „Als Vater weiß ich, wie wichtig es ist, dass sehr schonende Unter-suchungsmethoden bei den Kleinsten angewendet werden. Schön, dass wir es gemeinsam geschafft haben, mit dieser Spendenaktion das neue Polygraphiegerät anzuschaffen.“

 

 

 

Schauspieler Christian Ulmen, Prof. Thomas Erler mit dem Polygraphiegerät
Schauspieler Christian Ulmen, Prof. Thomas Erler
Schwester Heidi Krüger, Christian Ulmen, Prof. Thomas Erler mit dem Polygraphiegerät
Schwester Heidi Krüger, Christian Ulmen, Prof. Thomas Erler
Das Team der Spendenaktion: Jens Herrmann (BB RADIO), Prof. Thomas Erler, Schwester Eve, Bernd Schneider, Veit Thunemann (BlickPunkt/PreussenSpiegel)
Jens Herrmann, Prof. Thomas Erler, Schwester Eve, Bernd Schneider, Veit Thunemann
Das Polygraphiegerät im Einsatz
Das Polygraphiegerät im Einsatz

Das Polygraphiegerät

Bei einem Polygraphiegerät handelt es sich um ein Untersuchungsgerät zur optimierten Behandlung sehr kleiner Frühgeborener.

Es handelt sich um ein separates, fahrbares Gerät u.a. mit einem großen Monitor, was neben dem Inkubator oder dem Bettchen des Kindes platziert wird. Am Gerätewagen ist auch eine Infrarot-Videokamera befestigt, mit der über mehrere Stunden die Bewegungen des Kindes aufgezeichnet werden können. Außerdem werden mittels sog. Klebeelektroden simultan mehrere Lebensparameter kontinuierlich abgeleitet (auch im Schlaf), wie z.B. Herztätigkeit, At-mung, Sauerstoffgehalt im Blut, Hirnströme, Muskelspannung. 

Nach mehrstündiger Aufzeichnung kann nach Auswertung der Daten entschieden werden, ob das Kind z.B. eine sog. medikamentöse Atmungsstimulation benötigt, ob es womöglich Medikamente für die Optimierung von Hirnfunktionen braucht o.ä. Durch diese wesentlich genaueren Untersuchungsmethoden können einerseits dem Kind z.B. Blut- oder evtl. sogar Röntgenuntersuchungen erspart und andererseits notwendige Behandlungen optimiert werden.

 

Die Besonderheit des Gerätes besteht in der Tatsache, dass gleichzeitig wesentlich mehr Lebensparameter aufgezeichnet werden, diese gespeichert sind und teilweise auch noch automatisch ausgewertet werden. Die sonstigen "blinkenden" Monitore, mit denen die Frühchen verkabelt sind, gewährleisten immer nur eine punktuelle Alarmierung bei akuten, unmittelbar lebensbedrohlichen Momenten. 

 

Für die Ärzte der Kinderklinik Westbrandenburg ist es ein wichtiges Ziel ihrer Arbeit, dass auch sehr kleine Frühgeborene nicht "nur" überleben, sondern möglichst gesund und ohne Schäden überleben. Und somit ist das Polygraphiegerät ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg.

 

Die Kinder freuen sich über jede kleine und große Spende! Und wir vom Potsdamer Standort Klinikum Westbrandenburg sagen: DANKE!