Vorstellungsgründe

Hat ihr Kind einen unregelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus, verbirgt sich dahinter nicht automatisch eine behandlungsbedürftige Schlafstörung. Hier kommt es darauf an, auch das familiäre Umfeld und die aktuelle Familiensituation genauer zu betrachten. So kann sich hinter kindlichen Schlafproblemen auch ein gestörter Schlaf der Eltern verbergen, ohne dass das Kind eine zwingend behandlungsbedürftige Schlafkrankheit aufweist.

 

Kinder haben nicht nur je nach Altersgruppe ein sich ständig veränderndes Schlafbedürfnis. Auch zwischen Kindern gleichen Alters können die Schlafgewohnheiten und Schlafbedürfnisse stark variieren.

Daher ist es immer wichtig, die jeweilige familiäre und kindliche Situation und deren Besonderheiten zu betrachten.

 

Jedes Kind hat seine eigene Innere Uhr!

Häufigste Vorstellungsgründe im Schlaflabor

  • Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom OSAS  (Atemaussetzer in der Nacht) | Ausschluss einer Apnoe
  • Tagesmüdigkeit und/oder Unkonzentriertheit am Tag (ohne erkennbare andere Ursache)
  • Beobachtung von Eltern: Zyanose – bläuliche Verfärbung rund um den Mund bedingt durch Sauerstoffmangel
  • Schnarchen
  • Fragestellung, ob eine HNO-OP wirklich notwendig ist (gerade bei kleinen Kindern)
  • Überprüfung / Kontrolle von Kindern mit Heimmonitoring
  • Schlaflaboruntersuchung von Frühgeborenen (Geburtsgewicht weniger als 1.500g) nach deren Entlassung
  • Präventionsprojekt SIDS | Plötzlicher Kindstod: Rückmeldungen nach Risikofragebogen – Abklärung von offenen Fragen
  • Diagnostik bei vermehrtem Schlafbedarf
Häufige Fragen rund um den Kinderschlaf

Einige Tipps für eine gute Schlafhygiene finden Sie weiter unten auf dieser Seite. Auch in unseren beiden Flyern haben wir einige Fragen beantwortet:

  • Wie lange sollte mein Kind täglich schlafen?
  • Muss mein Kind Mittagsschlaf machen?
  • Darf/kann unser Kind im elterlichen Bett schlafen?

 

Kommen Sie bei weiteren Fragen bitte gerne auf uns zu. 

Regeln einer guten Schlafhygiene

  • Regelmäßige Einschlaf- und Aufstehzeiten praktizieren. Schlafrituale wie Lied singen, beruhigende Musik hören, Geschichte erzählen o.ä. fördern diese Regelmäßigkeit.
  • Das Kind wird erst dann zum Schlafen gelegt, wenn es müde ist.
  • Zubettgehen sollte Spaß machen und keine Strafe darstellen.
  • Das Bett ist zum Schlafen gedacht. Im Bett sollten die Kinder weder lesen noch spielen, fernsehen oder gar herumtoben.
  • Zwischen Abendmahlzeit und Zubettgehen sollte genügend Zeit sein, leichte Kost kann schlaffördernd wirken. 
  • Koffeinhaltige Getränke sind für Kinder generell zu vermeiden.
  • Sport oder aufregende Aktivitäten wie fernsehen, Computerspiele, spannende Lektüre o.ä. vor dem Schlafengehen behindern einen erholsamen Schlaf.
  • Störende Lichtquellen, Lärmgeräusche und extreme Temperaturen im Schlafzimmer des Kindes sollten beseitigt oder reduziert werden, kurz: Das Ambiente muss stimmen.
  • Möglicherweise schläft ihr Kind deshalb nachts schlecht, weil der Mittagsschlaf nicht mehr nötig ist (Schlafbedarfsermittlung).
  • Nachts werden viele Informationen des Tages verarbeitet – träumen ist normal. Ein Kind ist ausgeschlafen, wenn es rasch wach wird und sich tagsüber aktiv beschäftigt

Gesunder Baby- und Kinderschlaf

Wir haben Ihnen ein paar wichtige Informationen zum gesunden Babyschlaf und zum gesunden Kinderschlaf zusammengestellt.

 

Hier können diese herunterladen:

 

--> Babyschlaf

--> Kinderschlaf

Links

An dieser Stelle möchten wir Ihnen zukünftig eine Sammlung an hilfreichen weiterführenden Links zur Verfügung stellen. Diese Übersicht wird ständig aktualisiert und vervollständigt.

 

www.schlafakademie-berlin.de