Aufklärung & Hinweise

Eltern- und Patienteninfos

Auf dieser Seite finden Sie wichtige Informationen rund um verschiedene medizinische Themen. Diese dienen als Unterstützung vor und nach Untersuchungen oder Behandlungen und helfen Ihnen, sich optimal vorzubereiten und richtig zu reagieren.

In bedrohlichen Situationen rufen Sie bitte unter der Telefonnummer 112 den Rettungswagen. Insbesondere dann, wenn Ihr Kind:

  • keine Luft bekommt und dabei evtl. sogar blau wird (zum Beispiel bei einem Atemwegsinfekt oder nach einer schweren allergischen Reaktion)
  • einen nicht endenden Krampfanfall / epileptischen Anfall zeigt
  • nicht mehr auf Umweltreize reagiert
  • einen schweren Unfall hatte oder großflächige Verbrennungen oder Verbrühungen hat

Eltern- und Patienteninfos

Ein Gipsverband ist nach dem Anlegen noch nicht stabil. Behandeln Sie ihn deshalb in den ersten 24 Stunden äußerst vorsichtig. Keine Lagerung auf Ecken oder Kanten (nur mit Kissen als Unterlage).

Ein Castverband härtet rasch aus und ist dann sofort stabil.


Bitte stets beachten:

  • Den Gips-/Castverband stets trocken halten
    • Nässe verringert die Stabilität des Verbandes und kann zu Hautschäden führen, Feuchtigkeit (auch Schweiß) führt zu Juckreiz
  • Der Gips-/Castverband sollte eng anliegen, darf aber keine zusätzlichen Beschwerden verursachen
  • Achten Sie besonders auf folgende Alarmzeichen:
    • zunehmende Schmerzen
    • starke Schwellungen an Fingern oder Zehen
    • Hautverfärbungen an Fingern oder Zehen (blau=gestaut, weiß= blutleer)
    • Gefühllosigkeit, Kribbeln oder das Gefühl von „Ameisenlaufen“
    • Plötzliche Bewegungseinschränkung
    • Abrutschen oder Instabilität des Gips-/Castverbandes

Bei Auftreten dieser Beschwerden suchen Sie bitte sofort – auch nachts – den Kinderarzt oder ein Krankenhaus auf!


Gips-/Castverband Arme:

  • Oberarmverband: im Sitzen Lagerung des Armes waagerecht auf einem Kissen
  • Unterarmverband: im Sitzen senkrechtes Aufstellen des Unterarmes
  • Bei Armgips-/Castverbänden keine Ringe tragen, diese könnten zu Einschnürungen und Durchblutungsstörungen führen
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind beim Gehen den verletzten Arm nicht hängen lässt und legen Sie auch beim Schlafen ein Kissen unter den Arm (Hochlagerung). Dies unterstützt die Heilung

Gips-/Castverband Beine:

  • Im Sitzen Bein auf einem Stuhl hochlagern, im Liegen Lagerung auf einem Kissen, leicht erhöht, nicht mehr als 30° Celsius


Bei Fragen können Sie sich jederzeit gern an uns wenden unter:

0331 241-35919

Einen raschen Heilungsverlauf und baldige Genesung für Ihr Kind wünscht das Team der Klinik für Kinder- & Jugendchirurgie des Klinikum Westbrandenburg!

Kreislaufregulationsstörungen werden häufig bei Kindern zwischen 8 bis 14 Jahren beobachtet. Ein Auftreten in anderen Altersklassen ist selbstverständlich auch möglich. Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen. In ungefähr einem Drittel der Fälle finden sich weitere betroffene Familienmitglieder. 
Häufig berichten die Patienten z.B. über Schwächegefühl, Schwindel, Übelkeit, Bauchschmerzen, Anführungsstrichen Schwarzwerden vor den Augen. Die folgenden Ohnmachtsanfälle können sehr eindrucksvoll sein. Die Dauer kann wenige Sekunden bis selten auch Minuten dauern. 
Sehr häufig bestehen die Ohnmachtsanfälle nur für eine begrenzte Zeit. Das bedeutet, sie werden seltener oder verschwinden mit dem Älterwerden. Die Prognose ist also gut. 
Die Behandlung hat das Ziel, die Anzahl der Fälle zu vermindern, gänzlich verhindern kann man sie nicht immer. Dies lässt sich sehr wirksam durch eine geänderte Lebensführung erreichen. Die meisten Anfälle lassen sich sehr gut ohne Medikamente behandeln. 


Vorbeugen:
•    Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, Trinkmenge, besonders an warmen Tagen und beim Sport. 
•    Ausreichend frühstücken
•    Ausreichend schlafen
•    eher kochsalzreiche Kost (wenn kein Bluthochdruck besteht)
•    Ausdauersport wie z.B. Radfahren, Schwimmen, Laufen, dreimal die Woche für mindestens 20 Minuten. 
•    Kreislauftraining durch kalt-warmes Wechselduschen
•    Stehtraining: täglich mindestens 30 Minuten an eine Wand gelegen stehen (Füße in ca. 20 cm Abstand von der Wand). Bei Auftreten von Beschwerden abbrechen, die Zeit schrittweise steigern. Auf genug Platz achten, Gegenstände mit Verletzungsrisiko zur Seite räumen. 
•    Schlafen mit erhöhtem Oberkörper. 
•    Genuss von Kaffee oder Tee in begrenzten Mengen bei Jugendlichen. 
•    Verzicht auf große kalorienhaltige Mahlzeiten. 
•    Auslösende Situationen wie z.B. langes Stehen meiden, an die Temperatur angepasste Kleidung tragen. 


Bei Auftreten von Beschwerden: 
•    Wiederholtes Anspannen der Beinmuskeln
•    Auf- und ab wippen mit den Beinen-Füßen (Bein-Muskel-Pumpe aktivieren)
•    Isometrischer Händezug. 
Wenn das nicht hilft: hinsetzen, hinlegen mit erhöhten Beinen.
 

Unter Pseudokrupp versteht man eine virale Entzündung der Schleimhaut im Bereich des Kehlkopfes und der Stimmbänder, die mit einer Schleimhautschwellung einhergeht.

Typische Anzeichen
•    Trockener Husten
•    fauchende oder pfeifende Atemgeräusche, besonders beim Einatmen 
•    eine erschwerte Atmung
•    Heiserkeit

Durch die Schwellung und vermehrte Schleimproduktion werden die Atemwege verengt und es kann zu Atemnot kommen.
Häufig betroffen sind Kinder im Alter von 6 Monaten bis zu 3 Jahren. Das liegt daran, dass in dem Alter der Kehlkopf noch wesentlich kleiner ist. Jedoch kann die Krankheit noch bis zum 6. Lebensjahr auftreten. Es gibt keine Immunität gegen diese Krankheit, das heißt, Kinder können mehrmals daran erkranken. Jungen werden häufiger als Mädchen vom Pseudokrupp betroffen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Pseudokrupp vom Wetter und von der Jahreszeit abhängig ist. Gehäuft treten die Anfälle in den Herbst- und Wintermonaten auf.

Behandlung
Zum Abschwellen der Schleimhäute haben sich Cortisonpräparate bewährt. Meist wird den Kindern das Medikament in Zäpfchenform verabreicht. Eine kurzfristige Anwendung auch in höherer Dosierung für das Kind ist nicht schädlich. 
Die Behandlung von Pseudokrupp mit Cortison ist im Allgemeinen in 1-2 Tagen abgeschlossen. Angst müssen Sie nicht vor Cortison typischen Nebenwirkungen haben, da sie nur bei längerer regelmäßiger Einnahme und diese nicht bei gelegentlichem Notfallgebrauch auftreten.

Tipps für Eltern
Bei einem akuten Anfall ist das Wichtigste, dass Sie die Ruhe bewahren und lhr Kind beruhigen!
•    Arzt benachrichtigen
•    kühle, feuchte Luft erleichtert das Atmen: spazieren gehen oder Fenster öffnen
•    feucht-kalte Halswickel
•    ausreichend Trinken anbieten
•    ggf. Medikamente verabreichen, die Ihr Arzt ihnen bereits verschrieben hat

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